Studienstandort OWL ist gefährdet

Jusos Lippe sehen Studiengebühren als Gefahr für Bildungsgerechtigkeit

von Jusos Lippe

Kreis Lippe. Die SPD geführte Landesregierung hat die Studiengebühren in der vorhergegangenen Legislaturperiode abgeschafft und damit für Bildungsgerechtigkeit in NRW gesorgt. Im Wintersemester 2015/16 ist die Zahl der Studierenden auf 745.000 Studierenden angewachsen und hat damit Rekordniveau erreicht. CDU und FDP gefährden nun die Bildungsgerechtigkeit in NRW und rechnen den Haushalt auf dem Rücken der Studierenden schön.

Im Wintersemester haben sich ca. 745.000 Studierende in NRW eingeschrieben. Laut der Landes Rektoren Konferenz der Universitäten in NRW (LRK NRW) hat die Anzahl der Studierenden damit das Rekordergebnis aus dem Wintersemester 14/15 um knapp 4 Prozent oder 27.151 Studierende übertroffen. „Diese stolze Zahl ist nicht zuletzt wegen der NRW SPD und dessen Engagement im Hochschulbereich zu verdanken. FDP und CDU gefährden mit der öffentlichen Debatte um die Wiedereinführung der Studiengebühren nun diese positive Entwicklung“, so Julian Hördemann, Vorsitzender der lippischen Jusos.

Die Studierenden in NRW wurden durch den Wegfall der Studiengebühren um halbjährlich ca. 500€ entlastet. „Durch den Wegfall der Studiengebühren haben Studierende mehr Zeit für wesentliches und müssen neben Ihrem Lebensunterhalt nicht auch noch „Strafgebühren“ für Ihr Studium zahlen. Zum sozialdemokratischen Idealbild gehört kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule.“, meint Patrick Kissner, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Lippe.

Wie sehen die Aussichten aus? Armin Laschet, Spitzenkandidat der CDU und zukünftiger Ministerpräsident hatte noch im Dezember „neuartige“ Formen von Studiengebühren nicht ausschließen wollen. Und die FDP ist für „Absolventengebühren“, also später zu zahlende Studiengebühren. „Wenn die CDU ihr „Nein“ nicht so ernst nimmt – oder die Aussage soweit dehnt, dass Absolventengebühren doch keine Studiengebühren seien, könnten die Koalitionsverhandlungen leider noch Überraschungen bringen. Ein Beitrag von CDU und FDP um die Bildungsgerechtigkeit im Hochschulbereich aus NRW zu vertreiben.“, macht Melissa Schulz, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, deutlich.

Wenn sich CDU und FDP auf die Wiedereinführung von Studiengebühren einigen, wird sich laut den Jusos auch die Hochschullandschaft in OWL verändern. Dieser Gefahr müssen sich CDU und FDP bei Ihrem Koalitionsverhandlungen gewiss sein. „In NRW stehen wir im Wettbewerb mit anderen Bundesländern. Dabei geht es nicht nur um die Ausstattung der jeweiligen Hochschulen, sondern auch um die Finanzierbarkeit des Studiums. Wir fordern CDU und FDP auf, sich klar gegen die Wiedereinführung der Studiengebühren auszusprechen“, so Kissner, Schulz und Hördemann abschließend.

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